Edwina Hörl thematisiert in ihrer Schonkollektion die Produktionsprozesse in der Modeindustrie und deren Bedingungen und verweigert für eine Kollektion lang die damit verbundene Hochgeschwindigkeit. Immer schneller, fitter, innovativer, effizienter etc. müssen Menschen, Herstellungsprozesse und Objekte sein, um im System Wirtschaft mithalten zu können. Dieser Superlativfalle stellt Edwina Hörl den Begriff "Schonen" gegenüber. Schonen kann eine Reduktion von Belastung, von aktivem Handeln, oder von Abnutzung von Objekten bedeuten. Rücksichtsvolles Handeln gegenüber sich selbst, den anderen oder Objekten und der Umgebung gegenüber, können damit gemeint sein. Edwina Hörl schaltet vom Turbogang herunter, um den Schongang einzulegen, für sich, ihre MitarbeiterInnen, die Produktion, den Vertrieb und die Umwelt. Schonen bedeutet auch mit größerer Aufmerksamkeit und einem anderen Bewusstsein den eignen Körper, (Kleidungs)-Objekte, oder das gesellschaftliche Umfeld sowie die Umwelt zu betrachten. Nicht Profitdenken und wirtschaftliche Überlegungen stehen im Vordergrund, sondern eine erwünschte Ausgewogenheit von Arbeits-Aufwand, Produktionsprozess und möglichem Gewinn. (...)
Sabine Winkler
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art direction / so+ba
photography / toshiki senoue
styling / rie kondo [sekikawa office]
make-up / miyuki amano
hair / tadayoshi okubo
models / yasuha [jungle], levi pata
photography assistance / keiko shibasaki
assistance / yuko wakana
collection
pattern / sonoko kato, naoko ogata
assistance / yuko wakana, koji kitanaka, sen-san
